Kontakt
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Evangelische Pfarrgemeinde A.B. Braunau am Inn

Pfarrbüro: Kaiserschützenstraße 24, 5280 Braunau am Inn
www.evangelisch-innviertel.at/braunau
PG.Braunau (at) evang.at
Dankbarkeitskirche: Theatergasse 11-13, 5280 Braunau am Inn

Was ist die Evangelische Kirche?

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts kam es in Europa durch den Augustinermönch Martin Luther zur „Reformation“.

Der Ausdruck „Reformation“ bedeutet „Wiederherstellung“ – es sollten die Missstände der Kirche beseitigt werden und stattdessen eine Rückkehr zu den eigentlichen Werten erfolgen, insbesondere zur Bibel als einziger geistlicher Autorität der Kirche. „Evangelisch“ meint: Dem Evangelium (= „gute Botschaft“) von Jesus Christus gemäß.
Diese Reformbewegung wurde von der Kirchenleitung bekämpft, so dass es zur Kirchenspaltung kam. In den folgenden Jahrhunderten musste Europa immer wieder unter gegenseitigen Angriffen und Kriegen leiden.
Erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts steht die Ökumene im Zentrum, also die gegenseitige Anerkennung und die Zusammenarbeit der christlichen Kirchen. Statt Trennung und Spaltung wollen wir das Gemeinsame in den Vordergrund stellen.

Besondere Merkmale der evangelischen Glaubenslehre:

• Kirche ist die Gemeinschaft der Gläubigen.
• Die Bibel gilt als höchste Autorität und einzige Grundlage für unseren Glauben („sola scriptura).
• Wir verehren keine Heiligen (lt. 1. Gebot in 2. Mos. 20,3), betrachten sie aber als Vorbilder im Glauben; aus demselben Grund wird Maria hochgeachtet, aber nicht angebetet.
• Jeder Christ hat direkten Zugang zu Gott – es braucht keinen Mittler wie geistliche Autoritäten oder Heilige. Es gilt das Priestertum aller Gläubigen.
• Der Mensch wird allein durch den Glauben vor Gott gerecht („sola fide“). Diese Gerechtigkeit vor Gott kann nicht mit guten Taten „erarbeitet“ bzw. „erkauft“ werden. Wahrer Glaube aber bringt gute Werke hervor.
• Nur Taufe und Abendmahl gelten als Sakramente (Heilszeichen bzw. Heilsmittel), da sie biblisch begründet sind.
• Es gibt keine übergeordnete, zentrale Instanz in Glaubensfragen. Evangelische Kirchen sind oft regional organisiert. Gläubige wirken aktiv in Gottesdiensten und kirchlichen Entscheidungen mit.
• Pfarrer dürfen heiraten;
• Frauen können Pfarrerinnen werden (je nach Landeskirche).

• Gläubige Laien wirken aktiv in Gottesdiensten und kirchlichen Entscheidungen mit.
• Die evangelische Kirche umfasst verschiedene Richtungen – etwa lutherisch, reformiert oder uniert – mit teils unterschiedlichen Ausprägungen.
• Viele evangelische Kirchen zeigen sich offen gegenüber gesellschaftlichen Entwicklungen, etwa in Fragen von Gleichberechtigung oder Sexualität.

Wer mehr zur Geschichte der Reformation und zu den Evangelischen Kirchen wissen möchte, klicke bitte hier: https://evang.at/glaube-leben/evangelisch-von-a-bis-z/

Evangelische Pfarrgemeinde A.B Braunau am Inn
Evangelische Pfarrgemeinde A.B Braunau am Inn

Die Pfarrgemeinde Braunau ist seit dem 1. Jänner 1900 selbstständig. Die Evangelische Dankbarkeitskirche ist im ehemaligen Getreidespeicher des 1784 aufgelassenen Kapuziner-Klosters in der Theatergasse untergebracht. Daneben gehören auch Kirchen und Gottesdiensträume in Mauerkirchen, Hochburg-Ach, Altheim und Riedersbach zur Pfarrgemeinde. Viele Mitglieder sind Flüchtlinge aus Siebenbürgen und dem Banat und deren Nachfahren.
Ökumene und interreligiöse Zusammenarbeit sind für die Gemeindearbeit sehr wichtig.

Weitere Informationen zur Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Braunau am Inn finden Sie hier:
https://www.evangelisch-innviertel.at/braunau

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Weiterführende Links:

Diözese Oberösterreich: https://www.evang-ooe.at/
Gesamtkirche Österreich: https://evang.at/
Online-Bibeln: https://www.die-bibel.de/

Warum wir Teil eines interreligiösen Arbeitskreises sind

In einer Welt, die zunehmend von Polarisierung und Missverständnissen geprägt ist, empfinden wir es als unsere persönliche Verantwortung, Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen zu bauen. Der interreligiöse Arbeitskreis bietet genau diesen Raum: einen Ort des Dialogs, der gegenseitigen Wertschätzung und des gemeinsamen Lernens.

Wir sind überzeugt, dass Religion – trotz ihrer Unterschiede – eine gemeinsame Sprache der Menschlichkeit spricht. Ob Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus oder andere spirituelle Wege: Alle tragen Werte wie Mitgefühl, Gerechtigkeit und Frieden in sich. Im Arbeitskreis begegnen wir einander nicht als Vertreter dogmatischer Positionen, sondern als Menschen, die bereit sind zuzuhören, zu verstehen und voneinander zu lernen.

Unsere Mitgliedschaft bedeutet auch, aktiv gegen Vorurteile und Ausgrenzung einzutreten. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen ist es wichtig, Räume zu schaffen, in denen Vielfalt nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung erlebt wird. Unsere Treffen, Projekte und Gespräche zeigen immer wieder, wie viel Kraft im respektvollen Miteinander liegt.

Darüber hinaus empfinden wir den interreligiösen Austausch als persönlich bereichernd. Er erweitert den Horizont, lässt die eigene Glaubenshaltung reflektieren und schenkt neue Perspektiven auf zentrale Fragen des Lebens. Es ist ein Ort, an dem Spiritualität lebendig wird – nicht im Rückzug, sondern im offenen Dialog.

Mitglied des interreligiösen Arbeitskreises zu sein bedeutet:

• An die Kraft des Gesprächs zu glauben,
• Frieden nicht durch Abgrenzung, sondern durch Begegnung entstehen zu lassen,
• und durch eigenes Engagement einen kleinen Beitrag zu einer verständnisvolleren und solidarischeren Gesellschaft zu leisten.