Weltethos
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WELTETHOS – eine religionsübergreifende Initiative

1993 verständigten sich erstmals Repräsentanten aller Weltreligionen auf Kernelemente eines gemeinsamen Ethos, wie das Prinzip Menschlichkeit, die Goldene Regel und die vier unverrückbaren Weisungen: Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit sowie Gleichberechtigung und Partnerschaft.

Die Goldene Regel taucht in den großen Religionen Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus und Hinduismus auf. Sie klingt immer etwas anders, aber im Grunde ist dasselbe gemeint. Wer nach der Goldenen Regel lebt, wird anderen nie absichtlich weh tun.

Hans Küng hat die Goldene Regel im Rahmen seiner Initiative Weltethos hervorgehoben. Er sah in ihr ein zentrales Prinzip, das zur Empathie und zum respektvollen Umgang zwischen Menschen verschiedener Glaubensrichtungen ermutigt, um eine humanere Weltordnung zu fördern.

„Kein Friede zwischen den Nationen ohne Friede zwischen den Religionen“ Hans Küng

Grundüberzeugungen

Die Grundüberzeugungen des Projektes Weltethos sind

  • kein Zusammenleben auf unserem Globus ohne ein globales Ethos
  • kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen
  • kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen
  • kein Dialog zwischen den Religionen und Kulturen ohne Grundlagenforschung
  • kein globales Ethos ohne Bewusstseinswandel von Religiösen und Nicht-Religiösen

(Textquelle Wikipedia)

„Diese eine Welt braucht ein Ethos; diese eine Weltgesellschaft braucht keine Einheitsreligion und Einheitsideologie, wohl aber einige verbindende und verbindliche Normen, Werte, Ideale und Ziele.“ – Hans Küng: Das Projekt Weltethos (1990)

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Goldene Regel

Ein wichtiges Beispiel für die Gemeinsamkeiten in den Religionen, aber auch nicht religiösen Ansichten ist das Prinzip der Goldenen Regel. Alle Religionen und Kulturen kennen dieses Prinzip der Gegenseitigkeit. In Form eines deutschen Sprichworts aus dem Judentum lautet es: "Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu."
Das Projekt Weltethos führt folgende Beispiele zu den einzelnen Weltreligionen an:

  • Hinduismus: Man sollte sich gegenüber anderen nicht in einer Weise benehmen, die für einen selbst unangenehm ist; das ist das Wesen der Moral. – Mahabharata 13,113,8
  • Buddhismus: Ein Zustand, der nicht angenehm oder erfreulich für mich ist, soll es auch nicht für ihn sein; und ein Zustand, der nicht angenehm oder erfreulich für mich ist, wie kann ich ihn einem anderen zumuten? – Samyutta-Nikaya (Reden Buddhas) V, 353.35–354.2
  • Jainismus: Gleichgültig gegenüber weltlichen Dingen sollte der Mensch wandeln und alle Geschöpfe in der Welt behandeln, wie er selbst ebhandelt sein möchte. – Sutrakritanga I.11.33
  • Judentum: Was dir selbst verhasst ist, das mute auch einem anderen nicht zu! (Buch Tobit 4,15); später: Tue nicht anderen, was du nicht willst, das sie dir tun. – Rabbi Hillel, Sabbat 3a
  • Christentum: Alles was Ihr wollt, dass Euch die Menschen tun, das tut auch Ihr Ihnen ebenso. Neues Testament, Matthäus 7,12 ; Lukas 6,31 bzw. Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst (Nächstenliebe). Altes Testament, Levitikus 19,18 ; Lukas 10,27 , Matthäus 19,19 , Matthäus 22,39 , Römer 13,9 , Galater 5,14.
  • Islam: Keiner von Euch ist ein Gläubiger, solange er nicht seinem Bruder wünscht, was er sich selber wünscht. – An-Nawawī, Kitab Al-Arba'in Vierzig Hadithe; 13. 256. Koranvers Kein Zwang in der Religion: „In der Religion gibt es keinen Zwang.“

(Textquelle Wikipedia)

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